Lindemanns Loop

Manchmal muß man mitten in einer Schnur eine Schlaufe legen. Dabei sind beide Enden besetzt, oben ist ein Wirbel, unten ein Köder. Man kann also kein Ende durchstecken. Beispiel ist ein neuer Seitenarm über dem Pilker, wenn die Dorsche (vom Kutter) doch lieber auf einen kleinen Beifänger beißen. Ein Knoten muß her, der ruck zuck , auch bei schwankenden Planken fix gebunden werden kann. Dafür ist der Lindemanns Loop genau richtig. Dieser Knoten ist viel einfacher als der Springerknoten zu binden. Er wird nicht so dick, man benötigt keine Hilfsmittel oder eine dritte Hand. Am Ende die Schlaufe an einer Seite abschneiden, schon entsteht der Seitenarm. (Das fehlt im Bild). Für Geflecht nicht geeignet.

 

einfache Schlaufe

das ist ein ähnlich einfacher Knoten für monofile Schnüre. Er hält bombenfest. Wenn man in einer Schnur eine Schlaufe legt, durch die man 2 Finger stecken kann, dann ist das der richtige Beginn, man erhält nämlich 2 Schlaufen. Die Innere wird einfach um einen Teil der Äußeren gewickelt und herausgezogen, kinderleicht geht das.  Ein Schlaufenende abschneiden, schon hat man einen Seitenarm.

Springerschlaufe

warum die so bekannt ist, keine Ahnung? Was noch lange nicht heißt, das sie auch richtig gebunden wird. Ich finde die Springerschlaufe ist schwierig und umständlich. Man benötigt dafür ein Hilfsmittel, um eine kleine Lücke zu lassen, oder eine dritte Hand. Ganz wichtig ist der erste Schritt. Die Schlaufe legen und genau neben die Hauptschnur legen. Dann müssen beide lose Seiten gegeneinander straff gezogen werden. Gleichzeitig wird eine Seite eingedreht und zwar so, daß in der Mitte eine Lücke bleibt. Mit einer dicken Schnur geht das ganz gut, mit dünnem Monofil ist es eine Popelei. Eine Springerfliege kann man mit einfacheren Knoten über dem Köder befestigen.

Seitenarm aus 2 Knoten.

Im Vorfach eine Schlaufe legen ( an ausgesuchter Stelle) und dann die Mundschnur mit einem Clinch anknoten. Festziehen und es kann nichts mehr verrutschen. Hat mir mal ein erfahrener Aalangler gezeigt. Nur geeignet für monofile Schnüre. Gängige Art um Heringspaternoster mit vielen Haken zu binden, oder Paternoster zum Brandungsangeln. Je mehr Seitenarme benötigt werden, um so länger muß das Vorfach anfangs bemessen werden. Durch die Knoten wird es kürzer.

 

Mundknoten

damit wird eine Mundschnur ohne Schlaufe, beweglich an der Hauptschnur befestigt. Der Knoten rutscht an der Hauptschnur. Er kann auch als doppelten Mundknoten gebunden werden. Die Bindeart ist so ähnlich wie beim Surgeons Loop, nur daß beim Mundknoten noch an einem Ende der Haken hängt. (Das nennt sich dann Mundschnur) Nur für Monofil geeignet.

 

Zusätzliche Informationen